Projekt "Donau-Iller-Werkstätte" (Lebenshilfe)

 

Gedenkfeier am 27. Januar anlässlich der Verfolgung der Juden

Unvergesslich wird für uns die eindrucksvolle Gedenkfeier auf dem jüdischen Areal des Neu-Ulmer Friedhofs sein, zu der uns Herr Schlichting eingeladen hat. Gemeinsam fuhren wir mit unseren Freunden der Lebenshilfe zum Neu-Ulmer Friedhof und erlebten eine sehr würdevolle Gedenkstunde mit Chorbeiträgen und mahnenden Ansprachen.

                                                                                                                                                                                  Roswitha Nodin

 

Sich erinnern -  heißt Lernen!

Mehr als 70 Jahre ist es her und doch gerade heute von großer Bedeutung: Die schrecklichen Dinge, mit denen die Nazis ihre Nachbarn und das eigene Volk terrorisierten, dürfen nicht vergessen werden.
Unter dieser Überschrift lädt die Stadt Neu-Ulm zusammen mit der Lebenshilfe alljährlich am 27. Januar zur Gedenkfeier auf den Neu-Ulmer Friedhof ein. 
Und dieser Einladung sind wir gern gefolgt – eine interessierte Gruppe aus der Sendener und Illertisser Werkstatt. Mit dabei waren auch wieder einige Schülerinnen der Realschule Illertissen mit ihrer Konrektorin Frau Roswitha Nodin. Seit zwei Jahren schon gibt es die schöne Zusammenarbeit zwischen Schule und Werkstatt mit interessanten Themen.
Warum nun ist diese Gedenkfeier so wichtig?
Die Antwort darauf brachte der 2. Bürgermeister der Stadt Neu-Ulm Albert Obert schnell auf den Punkt: Wenn wir uns erinnern, lernen wir daraus für heute und morgen. Auch heute erleben wir Intoleranz und Hass anderen gegenüber. Wozu das führen kann, haben wir im Nationalsozialismus erlebt und sehen es tagtäglich in den Nachrichtensendungen.
Ole Girod, Schüler des Bertha von Suttner Gymnasiums, griff in seiner Ansprache diesen Gedanken auf und erklärte, wie jeder mit seinen Möglichkeiten dazu beitragen kann, dass  Menschenverachtung heutzutage keinen Platz mehr findet in unserer Mitte.
Die Stunde auf dem Friedhof am Mahnmal für die jüdischen Opfer regte wahrlich zum Nachdenken an. Auch Menschen mit Behinderung wurden von den Nazis verfolgt und getötet. Die Täter waren nicht wenige und sie waren verleitet von irrsinnigen Rassenideen. Das darf nie wieder passieren. Also erinnern wir uns und lernen daraus.

                                                                                                                                              Joachim Schlichting, Sozialdienst Lebenshilfe